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          Darüber, darunter und inmitten

Die „Piusbruderschaft“ - eine traditionalistische Abspaltung von der katholischen Kirche – gräbt sich in die Führungsetagen der katholische Kirche hinein. Sie hat die stille Zuneigung des Papstes gewonnen. Alles was kultiviert, gescheit und „rechts“ steht, liegt ihm immer schon  näher als was  nur irgendwie nach „links“ oder  gar „kirchenvolksbegehrlich“ riecht.  Auf dem Petersplatz in Rom stehen seine Audienzräume.

Er aber sitzt darüber in seinem Studierzimmer Er hat sich allmählich isoliert - geht früh zu Bett,  speist gerne allein,  braucht eigentlich keine Berater – er weiß selbst, was Sache ist!

Darunter  arbeitet seine Kurie - ein grauhaariger Männerbund. Unternehmensberater staunen über dessen Effizienz: Wenig Personal - viel Effekt weltweit.

Inmitten aber liegt, was wie ein bloß  innerkirchliches Problem ausgesehen hat. Es zeigt sich urplötzlich als Grundfrage: Darf man  die Vergasung von Männern, Frauen und Kindern in  Konzentrationslagern einfach wegerklären?

Im alten Vatikan gibt es seit Jahrhunderten  trübe Erfahrungen mit dem Mix aus Religion und Macht. Und vor 40 Jahren ein Konzil, das  einberufen wurde, weil „den Unglückspropheten, die meinen, dass im Vergleich zur Vergangenheit die Gegenwart schlechter und schlechter wird“ entgegengetreten werden mußte. So sagte zumindest Papst Johannes XXIII , „Wir sehen die Menschheit in eine neue Ordnung eintreten und erkennen darin einen göttlichen Plan.“ Das war die Hoffnung des alten Mannes und in ihrem Lichte wollte er eine Art „Pfarrer für die ganze Welt“ sein, vorwärtsgewandt, mit den Menschen tief verbunden, nicht elitär...

Die Piusbruderschaft, aber widersetzte sich dem Konzilsreformen durch Betonung der „kleinen Elite“,“ anstelle der “neuen Ordnung“

Die Kurie blieb nicht untätig. Scheibchenweise demontierte sie das Konzil - für den kirchlichen Aussenseiter kaum merklich, für die denkende Öffentlichkeit aber jetzt  überdeutlich geworden…“Es gab keine Vergasung – es gab (vorläufig noch?) nur 300.000 jüdische Opfer in Hitlers Konzentrationslagern!“ sagt ein Piusbruderbischof. Demnächst wird es heißen, es gab „überhaupt keine Konzentrationslager“ und am Ende könnte  die Rehabilitierung Hitlers und Stalins und Maos und Pol Pots im Namen einer jeweils „höheren Wahrheit“. stehen. Faschismus pur - Dämonie wie gehabt. ...

Man muß den jüdischen Organisationen (samt Merkel und Müntefering) für ihren weltweiten Aufschrei  danken.. Die „Wahrheit der Fakten“, ist ein Grundbestand des Bewußtseins.. Wir brauchen für sie die „Neue Ordnung“ des alten Papstes und sicher auch viele Obamas, die „Yes, we can!“  rufen.

                           
                                       
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