HOME AKTUELL SCHWERPUNKTE PROJEKTE PUBLIKATIONEN BIOGRAPHIE LINKS KONTAKT
                       
          PSYCHOTHERAPEUTISCHER SALON            
                       
          Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Ausbildungskandidatinnen und -kandidaten, liebe Interessierte an Psychotherapie!
 
Wenn Sie auf meiner Homepage (www.richardpicker.com) nachsehen, dann finden Sie eine Menge therapeutischer Texte, die zusammen mit Seminaren etc. dazu geführt haben, einen „Psychotherapeutischen“ Salon zu installieren. Er steht allen jenen von Ihnen offen, die sich wirklich für die Grundfragen von Psychotherapie-Heute interessieren. Und das sind nicht gerade wenige. Ich habe eben ein Buch fertig gestellt, das sich den Fragen des alten Weltbildes mit seinen Religionen, Exorzismen etc. und der Aufklärung widmet. Anlässlich dieser doch zweijährigen intensiven Arbeit, ist mir klar geworden, wie tief und miteinander verwoben die Fragen zu Psychotherapie, Weltbildern und der Zukunft der Psychotherapie sind. Ich hatte schon immer Interesse an diesen Fragen, mir aber nicht vorgestellt, dass sie real eine derartige Bedeutung haben könnten, wie sich jetzt allmählich herausstellt. Vielleicht ist es auch das fehlende Studium der französischen, deutschen und österreichischen Aufklärung, das sich jetzt erst zeigt. Besonders Österreich steht ja im Verdacht, sich an den beinharten Fragen der Aufklärung elegant vorbei geschmuggelt zu haben. Dafür haben wir landauf, landab Barockkircherln gebaut und alle möglichen Arten von herrlichen Schlössern und Landsitzen. Solang man nicht nachdenkt ist dies vielleicht eine gute Lösung. Wenn man aber nachzudenken beginnen muss, weil ja die Psychotherapie selbst ein logisches Kind der Aufklärung darstellt, wird es differenziert und schwierig. Nicht nur für die besagten Schlösser und Kirchlein landauf, landab, sondern auch für die große Schar engagierter therapeutischer Berufe im engeren oder weiteren Sinn. Wollen wir nicht lediglich einer medikamentisierenden Psychiatrie folgen sondern auch die Ergebnisse der Psychoanalyse und der humanistischen Psychotherapie in unsere Behandlungsverfahren ernsthaft einbringen, dann bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als nochmals gründlich nachzudenken, was wir uns und unseren Patienten zumuten, wenn wir von Dynamik, Übertragung, Widerstand, Blockaden etc. sprechen. Und wohl auch, wieso es uns so schwer fällt, den Erfolg einer Therapie zu verifizieren. Zahlreiche ausführliche und auch knappe Diskussionen haben mir vor Augen geführt, wie ernsthaft diese Fragen gestellt werden und dass die „Ideologiefreiheit“ der Psychotherapie kein Faulbett sein darf, auf dem wir uns zur Ruhe begeben.
Das ist so ungefähr der Hintergrund eines Geschehens, das sich auf Kongressen („Exorzismus und Psychotherapie“ in Graz) Europaweit im Augenblick niederschlägt.
Ich würde also gerne mit Ihnen und Euch einen Austausch versuchen um die bislang versäumte Arbeit zu beginnen: Was bedeutet also der Weltbildwandel vom alten zum neuen Weltbild? Was bedeutet Spiritualität in einer Gesellschaft, die ganz selbstverständlich auch diese Frage vermarktet, statt sich erschüttern zu lassen? Wie schlagen sich die unglaublichen Spannungen derartiger gesellschaftlicher Tiefenprozesse in Psychosomatosen etc. nieder? Dass natürlich die vertraute „neurotische Depression (F30.1)“ so etwas wie ein Dauerzustandsbild von uns allen geworden ist, kommt nur noch oben drüber dazu...
Wer also an dieser Fragestellung interessiert ist, psychotherapeutische Erfahrung besitzt und sich gerne austauschen möchte (was klarerweise nicht dasselbe ist, wie Andersmeinende niederzuknüppeln) der möge sich bei mir anmelden.

Wir werden jeweils ungefähr 90 Minuten arbeiten. Wenn Sie eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken mitbringen, werden wir es uns gut gehen lassen. Selbstverständlich ist dieses Seminar von sich aus nirgends anrechenbar, weil man ja gute Dinge nie anrechnen kann. Für einen Unkostenbeitrag in Form einer kleinen Spende wäre ich allerdings dankbar. Ich bitte alle diejenigen, die ihren Namen niemals auf eine Liste von Interessenten gesetzt haben um Nachsicht, wenn sie trotzdem eingeladen werden. Mein Büro hat diese Listen leider verlegt.

Mit freundlichen und auch kollegialen Grüßen
  
Dr.Richard Picker eh.
 

           
                       
          zurück